18th
„Mein Freudeschenker, mein Heimatgeber,
mein Glücklichmacher und mein Schuldvergeber,
mein Friedensbringer und mein Worteinhalter,
mein Liebesspender bist du.“
Dies ist der Refrain des Liedes „Du tust“ von Tobi Wörner aus dem Jahr 2008.
Ich vermute mal, dass das „lyrische Du“ Jesus ist, obwohl es im Text nicht explizit erwähnt wird.
Ich finde dieses Lied melodisch recht nett und auch gut tanzbar, aber der Text hat mich von Anfang an etwas befremdet.
Ich hab den Eindruck, der große, allmächtige, unverfügbare, unverständliche, heilige Gott wird hier ein bisschen objektiviert und darauf reduziert, was Er alles für mich tut.
Und das ist mir ehrlich gesagt ein wenig wenig.
Jesus ist doch keine Maschine, die Freude, Heimat, Glück, Schuldvergebung, Frieden, Worteinhaltung und Liebe schenkt, wenn man nur auf den Gebetsknopf drückt.
Ich glaube, ich fände es ziemlich doof, wenn mich meine Freunde oder meine Familie nur als Sorgenanhörer, Kuchenbäcker, Stundenlangtelefonierer oder Zubesuchkommer bezeichnen oder anreden würden.
Ich bin doch auch als ich, als Mensch, als Tine Hildebrandt wichtig und liebenswert, oder?
Genauso finde ich Jesus einfach als Jesus Christus, Zimmermannssohn aus Nazareth interessant und liebenswert.
Mal ganz abgesehen davon, dass Er auch noch der Sohn Gottes, mein Erlöser, der Messias und Heiland, das Alpha und Omega, der Löwe Judas usw. usf. ist, was ich alles einzeln genommen und in der Gesamtheit auch total spannend finde.
Insofern finde ich, dass dieses Lied zwar nicht falsch ist, aber längst nicht rankommt, den großen, unfassbaren und unglaublich tollen und freundlichen Gott auch nur irgendwie zu definieren. :)
Aber vielleicht war das auch gar nicht die Absicht.
Euch allen auf jeden Fall liebe Grüße und Segenswünsche von eurer
hae tinae
P.S.:
Wie geht’s mir? (Manche Leute wollen das immer wissen… :)
Gut!
Es ist alles stressig, aber das ist es ja immer und den Großteil des Stresses hab ich mir selber eingebrockt, indem ich die letzten Wochen mal wieder eher meine Kenntnisse zeitgenössischer Belletristik und Zeichentrickserien (YouTube ist mein Untergang) erweitert hab, statt brav zu lernen.
Demzufolge ist jetzt bis zum 1.11. noch einiges vorzubereiten:
2 Referate, eine Predigt, ein Lobpreisabend und ein Taiwan-Bilder-Zeig-Abend (am 30.10. um 20:00 Uhr in Tabor, Einladung auf Nachfrage an die rechts stehende Emailadresse).
Und das, wo das nächste Wochenende Jugendtreffen ist und demzufolge nichts fürs Studium laufen wird…
Naja, schlafen ist ja eh völlig überbewertet, hab ich gehört… ^_~
Also, liebe Grüße nochmal von eurer gestressten und zerknirschten Tine :)